Schleswig-Holstein glänzt bei DM Bohle

Silber und zweimal Bronze bei den Wettbewerben der Senioren

Kai Christensen

Vom 11. bis 24. Juni 2026 fand in Bremerhaven der 1. Teil der Deutschen Meisterschaften Bohle statt. Dabei zeigten die Aktiven aus Schleswig-Holstein einige herausragende Leistungen und sicherten sich mehrere Medaillen sowie zahlreiche Top-Platzierungen.


Die Team-Entscheidungen lieferten hochspannende Duelle, bei denen im Wettbewerb der Vereinsmannschaften Herren A gleich zwei schleswig-holsteinische Mannschaften auf dem Podium landeten: Die SG Kiel sicherte sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und insgesamt 3.544 Holz die Deutsche Vizemeisterschaft, ein Holz hinter dem Berliner SKV. Für Kiel spielten Kai Ludorf (897), René Richter (873), Jörn Kemming (878) und Alexander Eggers (896). Als Auswechselspieler stand Stefan May bereit.


Nur zehn Holz dahinter folgte die Mannschaft des Husumer Sportverein seit 1875 mit 3.534 Holz auf dem Bronzerang. Zum Erfolg des Titelverteidigers trugen Carsten Dirks (879), Sönke Brauer (883), Hermann Thiesen/Karl-Uwe Larsen (860) und Kai Petersen mit dem Tageshöchstwurf von 902 Holz bei.


Verein Damen A: Neumünster und Rendsburg unter den Top 6


Tags zuvor lief es bei den Damen A nicht ganz so gut: Zwar spielten die Damen des SC Gut Heil Neumünster lange Zeit um Medaillen mit, schrammten mit insgesamt 3.453 Holz jedoch schlussendlich am Podium vorbei. Herausragende Spielerin des Teams war Anstarterin Karen Zimmermann mit 891 Holz, es folgten Andrea Fürstenwerth (831), Claudia Heeschen (884) und Birgit Heeschen (847). 


Vorjahressieger SG Bordesholm/Rendsburg landete mit 3.445 Holz auf Platz 6. Hier spielten Anja Molzahn (trotz muskulärer Probleme 842 Holz, Claudia Laß (864), Birgit Staffehl (868) und Katrin Schulz (871). Als Ersatzspielerin war Monika Clausen gemeldet.


Im anspruchsvollen Feld der Vereinsmannschaften Herren B landete die SG Holstein mit 3.407 Holz abgeschlagen auf dem elften Rang. Überragender Akteur der SG war einzig Schlußstarter Axel Manteufel mit starken 892 Holz. Zuvor blieben Christian Tamm (848), Bernd Kulsch (843) und Stefan Heinrich (824) weit unter ihren Möglichkeiten. Torsten Jensen kam als Auswechselspieler nicht zum Einsatz


Einzelwettbewerbe: Alexander Eggers holt Bronze


Das Finale der Herren A war von einer enormen Leistungsdichte der SG Kiel geprägt. Neben Ingo Nowak (VISK Itzehoe) und Carsten Dirks (Husumer SV) qualifizierten sich alle sechs Schleswig-Holsteiner für das Finale der besten Zwölf, in dem sich Alexander Eggers nach 902 Holz ein Ausscheidungskegeln mit Vereinskamerad Jörn Kemming um die Bronzemedaille lieferte.


Kai Ludorf als Vorlaufbester der Qualifikation mit überragenden 918 Holz angetreten, belegte im Finale mit 891 Holz den fünften Platz, René Richter landete mit 890 Holz im Endlauf auf Platz 8. Ingo Nowak beendete das Turnier mit 875 Holz auf Platz 11, Carsten Dirks musste sich im Finale ein Holz dahinter mit Rang 12 zufriedengeben.


Einzel Herren B: Husumer Duo in der nationalen Spitze


In der Altersklasse der Herren B spielten zwei Starter aus Husum ganz vorne mit: Hermann Thiesen überzeugte nach einer starken Qualifikation auch im Endlauf und errang mit 895 Holz den fünften Platz. Vorjahressieger Kai Petersen folgte direkt auf dem Fuß und belegte mit 881 Holz den sechsten Rang. Axel Maaß (Itzehoe) schied in der Qualifikationsrunde mit soliden 873 Holz aus. Frank Stöhrmann (Kiel) beendete den Wettkampf in der Qualifikation mit 867 Holz.


Einzel Herren C: Platzierungen im Mittelfeld


Hans Werner Backens (Husum, 847 Holz) blieb im Finale der Herren C ebenso chancenlos wie Torsten Jensen von der SG Holstein (844) Holz.


Einzelwettbewerbe der Damen


In den Einzelkonkurrenzen der Damen A und B konnten sich die SHKV-Akteurinnen im Mittelfeld behaupten: Bei den Damen A verpasste Birgit Heeschen mit 863 Holz das Finale als 15. ebenso wie Claudia Laß mit 859 Holz auf dem 19. Rang.


Bei den Damen B hielt einzig Anja Molzahn die Fahne für Schleswig-Holstein hoch und holte als 13. im Vorlauf mit 865 Holz noch ein Startrecht für das kommende Jahr.